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Wie badet man eine Katze

Edith @, (vor 4357 Tagen)

Habe das hier gerade in einem TR-Forum gefunden:

Wie badet man eine Katze?

1. Sei dir dessen bewußt, daß die Katze schneller ist und sich nicht um Menschenleben schert, du aber stärker bist. Nutze diesen Vorteil wenn du das Schlachtfeld wählst. Versuche nicht, sie in offenem Gelände zu baden, wo sie dich dazu bringen kann, sie zu jagen. Wähle ein sehr kleines Badezimmer. Wenn dein Badezimmer größer als 2 m² ist, steige in die Duschkabine und schließe die Türen hinter dir. Ein Duschvorhang reicht nicht. Eine wilde Katze kann dreilagigen Plastikvorhang schneller zerfetzen als ein Politiker seinen Standpunkt wechseln kann.

2. Sei dir dessen bewußt, daß eine Katze Krallen hat und nicht zögern wird, dir damit sämtliche Haut von deinem Körper zu schälen. Dein Vorteil ist hier, daß du klug bist und weißt, wie man sich Schutzkleidung anzieht. Wir empfehlen einen Overall aus Segeltuch, den man in die Arbeitsstiefel stopft, ein Paar Stahlmaschenhandschuhe, einen Armeehelm, eine Hockey-Gesichtsmaske und eine langärmelige Flak-Jacke.

3. Nutze das Überraschungsmoment. Hebe deine Katze ganz nebenbei hoch, wie um sie zu ihrer Futterschüssel zu tragen. (Katzen werden normalerweise deine seltsame Aufmachung nicht bemerken. Sie haben normalerweise wenig oder kein Interesse an Mode.)

4. Wenn du einmal im Badezimmer bist, ist Geschwindigkeit lebenswichtig. Mit einer einzigen fließenden Bewegung schließt du die Badezimmertür, steigst in die Duschkabine, schiebst die Glastür zu, tauchst die Katze in das Wasser und bespritzt sie mit Schampoo. Du hast gerade die wildesten 45 Sekunden deines Lebens begonnen.

5. Katzen haben keine Griffe. Wenn man noch berücksichtigt, daß sie jetzt ein seifiges Fell hat, wird klar, daß man nicht erwarten kann, sie länger als zwei oder drei Sekunden lang festhalten kann. Wenn du sie erwischt, vergiß nicht, ihr noch ein paar Spritzer Schampoo zu verpassen und sie wie verrückt abzuschrubben. Sie wird sich dann freikämpfen und ins Wasser fallen, wobei sie sich selbst abwäscht. (Der internationale Rekord steht bei drei Schaumgängen also erwarte nicht zu viel)

6. Als nächstes muß die Katze getrocknet werden. Anfänger glauben meist, daß das der komplizierteste Teil wird, da die Menschen zu diesem Zeitpunkt bereits fix und fertig sind und die Katze gerade erst angefangen hat. Tatsächlich ist das Trocknen der Katze einfach im Vergleich dazu, was du schon hinter dir hast. Das kommt daher, daß die Katze jetzt mehr oder weniger fest mit deinem rechten Schenkel verbunden ist.

7. Zieh einfach den Stöpsel mit dem Fuß aus der Wanne und warte. (Manchmal wird die Katze versuchen, sich oben an deinem Helm festzukrallen. Wenn das passiert, ist es das Beste, du schüttelst sie hinunter und ermutigst sie, das Bein stattdessen zu nehmen.) Nachdem das Wasser ausgeflossen ist, ist es recht einfach, hinunterzugreifen und die Katze zu trocknen.

Ein paar Tage danach wird sich die Katze genug entspannt haben, daß du sie von deinem Bein entfernen kannst. Sie wird dich normalerweise etwa drei wochen lang ignorieren und viel Zeit damit verbringen, mit dem Rücken zu dir zu sitzen. Du wirst versucht sein zu glauben, daß sie sauer ist. Das ist nicht notwendigerweise der Fall. Normalerweise ist sie einfach damit beschäftigt einen Weg durch deine Verteidigung zu finden und dich das nächste mal lebensgefährlich zu verletzen, wenn du sie baden willst. Zumindestens riecht sie jetzt viel besser.


Ciao
Edith

Re: Wie badet man eine Katze

Edith @, (vor 4357 Tagen) @ Edith


Als Antwort auf: Wie badet man eine Katze von Edith am 14. Dezember 2005 12:06:42:


Habe noch was in einem Forum gefunden:

"Auszüge aus dem Tagebuch des Hundes"

7:00 Uhr - Boah! Gassi gehen! Das mag ich am liebsten
8:00 Uhr - Boah! Fressi! Das mag ich am liebsten
9:30 Uhr - Boah! Eine Spazierfahrt! Das mag ich am liebsten
9:40 Uhr - Boah! Im Auto pennen! Das mag ich am liebsten
10:30 Uhr - Boah! Eine Spazierfahrt! Das mag ich am liebsten
11:30 Uhr - Boah! Heimkommen! Das mag ich am liebsten
12:00 Uhr - Boah! Die Kinder kommen! Das mag ich am liebsten
13:00 Uhr - Boah! Ab in den Garten! Das mag ich am liebsten
16:00 Uhr - Boah! Noch mehr Kinder! Das mag ich am liebsten
17:00 Uhr - Boah! Fressi! Das mag ich am liebsten!
18:00 Uhr - Boah! Mein Herrchen! Das mag ich am liebsten!
19:00 Uhr - Boah! Stöckchen holen! Das mag ich am liebsten
21:30 Uhr - Boah! In Frauchens Bett schlafen! Das mag ich am liebsten!


"Auszüge aus derm Tagebuch der Katze"

Tag 5.283 meiner Gefangenschaft.

Meine Wärter versuchen weiterhin mich mit kleinen Objekten an Schnüren
zu
locken und zu reizen. Ich habe beobachtet wie sie sich den Bauch mit
frischem Fleisch vollschlagen, während sie mir nur zerstampfte gekochte
Reste von toten Tieren mit kaum definierbarem Gemüse vorsetzen. Die
einzige Hoffnung die mir bleibt, ist die einer baldigen Flucht.
Währenddessen erlange ich Genugtuung in dem ich das eine oder andere
Möbelstück zerkratze.

Morgen werde ich mal wieder eine Zimmerpflanze fressen.
Heute habe ich es beinahe geschafft, einen Wärter durch schleichen
zwischen den Beinen zu Fall zu bringen und ihn dadurch zu töten. Ich
muss
einen günstigen Moment abpassen, zum Beispiel wenn er sich auf der
Treppe
befindet. Um meine Anwesenheit abstoßender zu gestalten, zwang ich
Halbverdautes wieder aus meinem Magen auf einen Polstersessel. Das
nächste
Mal ist das Bett dran.

Mein Plan, ihnen durch den geköpften Körper einer Maus Angst vor meinen
mörderischen Fähigkeiten einzuflößen ist auch gescheitert. Sie haben
mich
nur gelobt und mir Milchdrops gegeben. Was wiederum gut ist, weil mir
davon schlecht wird. Heute waren viele ihrer Komplizen da. Ich wurde für
die Dauer deren Anwesenheit in Einzelhaft gesperrt. Ich konnte hören,
wie
sie lachten und aßen. Ich hörte, dass ich wegen einer "Allergie"
eingesperrt wurde. Ich muss lernen, wie ich diese Technik
perfektionieren
und zu meinem Vorteil nutzen kann.

Die anderen Gefangen sind Weicheier und wahrscheinlich Informanten. Der
Hund wird oft frei gelassen, kommt aber immer wieder freudestrahlend
zurück. Er ist offensichtlich nicht ganz dicht. Der Vogel dagegen ist
garantiert ein Spion. Er spricht oft und viel mit den Wärtern. Ich
glaube,
dass er mich genauestens beobachtet und jeden meiner Schritte meldet. Da
er sich in einem Stahlverschlag befindet, kann ich nicht an ihn ran.
Aber
ich habe Zeit. Mein Tag wird kommen....


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